Pünktlich um 16 Uhr begann am 22. Mai die dritte Plenarsitzung der zweiten KiJuPa-Periode im Jugendzentrum Betonia in Marzahn-Nord. Die Delegierten des Kinder- und Jugendparlamentes freuten sich sehr, über die Einladung, die Gastfreundschaft und die Vorbereitung des Sitzungssaals.
Gestärkt mit einem kalten Getränk und einigen Snacks starteten die Kinder und Jugendlichen in die Plenarsitzung. Zunächst erhielten die Gastgeber:innen das Wort, stellten sich vor, hatten einige Fragen an das KiJuPa mitgebracht und auch erste Wünsche für den Bezirk und ihren Stadtteil erarbeitet. Dazu gehörten unter anderem:
- Schaffung von mehr kostenlosen/-günstigen Angeboten für Kinder und Jugendliche
- wetterunabhängige Jugendtreffpunkte (insbesondere im Außenbereich, beispielsweise durch überdachte Bänke)
- Anregung von lokalen Unternehmen zur Schaffung von mehr lokalen Boy’s & Girl’s Day-Plätzen
Die anwesenden Delegierten verfolgten die Anregungen mit großem Interesse und versprachen, sich dafür einzusetzen. Die vielen Ideen zeigen: In den Stadtteilen steckt ein großes Potential, den Bezirk zu verbessern. Daher wurden auch erste Schritte in die Richtung der Gründung einer ersten Regionalgruppe des Kinder- und Jugendparlamentes in Marzahn-Nord unternommen.
Im Anschluss an diesen ersten Teil der Sitzung wurde viel berichtet – unter anderem aus dem Vorstand, der AG Geschäftsordnung, dem Bezirksschüler:innenausschuss und dem Jugendhilfeausschuss, in dem Vertreter:innen des Gremiums erst wenige Tage zuvor über die Arbeit des Kinder- und Jugendparlamentes berichtet und auch Wünsche und Forderungen, unter anderem nach einer festen Finanzierung über den Bezirkshaushalt und einem Rede- und Antragsrecht vor der Bezirksverordnetenversammlung, vorgetragen hatten. Highlight des Berichte-Blockes war aber der Besuch im Bundestag, bei dem es die Gelegenheit gab, sich mit Katalin Gennburg (Die LINKE) auszutauschen und das deutsche Parlament aus nächster Nähe kennenzulernen.
Nach einer kurzen Pause, in der sich alle für den zweiten Teil der Sitzung stärken konnten, ging es mit aktuellen Themen weiter. Zuerst ging es hierbei um einen möglichen Austausch mit einem Kinder- und Jugendparlament aus Budapest, an dem die Mitglieder großes Interesse zeigten. Danach wurde es inhaltlich: Gemeinsam wurde darüber beraten, zu welchen Themen Arbeitsgruppen gegründet werden sollen – dabei kamen viele Ideen zusammen, die es jetzt zu sortieren und dann umzusetzen gilt. Danach ging es nochmal um den Bundestag: In der Vorbereitung des Besuches viel auf, dass viele Angebote nicht sehr kinderfreundlich sind. Eine kleine Gruppe wird jetzt Ideen erarbeiten, wie das Kinder- und Jugendparlament dazu Stellung beziehen kann.
Zum Ende der Sitzung standen noch sechs Anträge auf der Tagesordnung. Zuerst wurde eine AG für SocialMedia & Öffentlichkeitsarbeit ins Leben gerufen, danach wurde beschlossen, eine Arbeitsgruppe für eine Befragung zum Bedarf nach einer neuen Jugendfreizeiteinrichtung in Biesdorf ins Leben zu rufen. Der dritte Antrag war inhaltlicher Natur: In Anknüpfung an den Bezirk Lichtenberg soll auch Marzahn-Hellersdorf Sonnensegel auf Spielplätzen aufstellen. Außerdem wurde der Finanzplan für das laufende Jahr beschlossen, eine Sondersitzung für Juni oder Juli eingefordert und die Einrichtung eines Newsletters bestätigt.
Bevor die Sitzung gegen 18:30 endete, galt es noch, einige Termine zu besprechen. Dazu gehören das Marzahner Nachbarschaftsfest, das Kinderfest, die Marzahn Pride und das Schöner Leben Ohne Nazis.
Die nächste reguläre Plenarsitzung findet am 4. September statt.

